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Tourismus in Südbaden

Tourismus in Südbaden

Das ehemalige selbständige Land Südbaden ist mit jährlich mehreren Millionen Übernachtungen eine der bedeutendsten Reiseregionen in Deutschland. Egal ob Kultur-, Aktiv- oder Erholungsurlauber, in Südbaden können alle auf ihre Kosten kommen. Die bewegte Geschichte des Landes im deutschen Südwesten hat reiche Kulturschätze hinterlassen. Auf tausenden Kilometern Wander- und Fernradwegen lassen sich das Land und seine Landschaft aktiv erleben. Dabei kann man unverfälschte Natur mit tiefen Wäldern und zahlreiche aussichtsreiche Berggipfel ebenso wie Streuobstwiesen, weite Täler und kräuterreiche Bergweiden erkunden. Viele Besucher schätzen besonders die zahlreichen Thermalbäder und die regionale Küche. Auch traditionelle Veranstaltungen wie z.B. in den Hochburgen der Schwäbisch-alemannischen Fasnet, die Weinfeste und Hocks oder der über 700 Jahre alten Schätzelemarkt von Tengen sind weit über die grenzen des Landes bekannt.

Tagelöhnerhaus im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof
Das Land kann mit dem Schwarzwald als typische Mittelgebirgsregion und den Bodensee am Rande der Alpen mit seinem teilweise schon mediterranen Flair in zwei große Urlaubsregionen gliedern, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Das milde Bodenseeklima bewirkt, dass auch zahlreiche mediterrane Gewächse, unter anderem Palmen, unter freiem Himmel wachsen können und in der Landwirtschaft gilt die Bodenseeregion als besonderes Obst- und Weinanbaugebiet. Neben den herrlichen Landschaften und Reisezielen wie Schwarzwald und Bodensee trägt insbesondere auch der Städte- und Kulturtourismus zur Attraktivität Südbadens bei. Einzigartige Kulturdenkmäler - darunter die UNESCO-Weltkulturerbestätten Klosterinsel Reichenau und die Pfahlbauten am Bodensee - sowie zahlreiche Museen, Burgen und Kuranlagen, Veranstaltungen, Ausstellungen und andere kulturelle Einrichtungen machen die Tradition und die Identität Südbadens erlebbar.

Meersburg am Bodensee
Ein Urlaub im Schwarzwald gilt als vielfältig. Wälder, Berggipfel, Flüsse, Schluchten, Wasserfälle, Moore und Hochweiden, Burgen und Schlösser, schöne restaurierte und gepflegte Kleinstädte mit Fachwerk - das ist der Schwarzwald. Dazu gehören unter anderem die Orte Bad Säckingen, Villingen, Gernsbach, Gengenbach, Haslach im Kinzigtal, Wolfach, Schiltach oder Staufen im Breisgau. Zur ursprünglichen Natur gesellen sich traditionelles Brauchtum, regionale Spezialitäten und ein Heilklima, von dem Gäste und zahlreiche Kurorte profitieren. Urlaub am Bodensee ist durch ein mildes Klima und natürlich von Wasser geprägt: Ob Kultur, Sport, Wellness, Natur oder Köstliches aus Keller und Küche – der Bodensee sorgt das ganze Jahr für Urlaubsgefühle. Insbesondere Kunst- und Kulturliebhaber kommen am Bodensee auf Ihre Kosten.

Römische Badruine Badenweiler
Der Tourismus in Südbaden gilt auch als ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und ist daher Jobgarant im Land. Dies ist vor allem für den ländlichen Raum von Bedeutung, aber auch die größeren und kleineren Städte profitieren durch den Fremdenverkehr. Da die Arbeitsplätze im Tourismus nicht ins Ausland verlagert werden können, besitzen sie für den südbadischen Raum ebenso eine hohe regional- und strukturpolitische Bedeutung und sorgen für eine gewisse Stabilität. Fremdenverkehr in Südbaden hat eine lange Tradition. Zu den ältesten Zeugnissen gehören die römischen Badruinen in Badenweiler, Baden-Baden und in Hüfingen. Seit dem 14. Jahrhundert spielten die Renchtalbäder im Nordschwarzwald eine überregionale Rolle. Nach der Mitte des 19. Jahrhunderts nahm der so genannte "Sommerfrischenurlaub" einen raschen Aufschwung, die damaligen Besucher nannte man "Luftschnapper". Die reine Höhenluft nutzte man für heilklimatische Zwecke in den Kurorten St. Blasien und Todtmoos sowie in den Höhenhotels und Sanatorien an der Schwarzwaldhochstraße im Nordschwarzwald. Im beginnenden 20. Jahrhundert setzte ein sich langsam entwickelnder Wintertourismus im Hochschwarzwald ein mit dem Feldberg (1493m) als Zentrum. Zu der Entwicklung in den höheren Schwarzwaldregionen trug auch der Bau der Höllentalbahn und der Schwarzwaldbahn bei, die nicht nur dem Skisport zugute kam, sondern auch der Wanderbewegung.

Gemeinde Feldberg im Schwarzwald
Eine stürmische Aufwärtsentwicklung des Fremdenverkehrs tritt in den 1950er Jahren ein, begünstigt durch Einkommenssteigerungen, größere Mobilität und mehr Freizeitbedürfnissen in der Bevölkerung. Auch der so genannte Schwarzwaldfilm trug zur Popularität der Region bei. Besonders seit der Heimatfilmwelle in der Nachkriegszeit bot der Schwarzwald die malerische Kulisse für etliche Kino- und Fernsehproduktionen, darunter Schwarzwaldmädel (1950), Schwarzwaldmelodie (1956), Die Fischerin vom Bodensee (1956), Schwarzwälder Kirsch (1958) oder die Schwarzwaldfahrt aus Liebeskummer in den 1970igern. Erfolgreiche Fernsehserien waren Der Forellenhof (1965) und natürlich in den 1980er Jahren Die Schwarzwaldklinik. Spätestens mit der Eröffnung des Europaparks bei Rust im Jahr 1975 entwickelten sich vielerorts neue Freizeitparks und Freizeitbäder, die jährlich Hundetausende Besucher anlocken. Auch das Angebot des Schwarzwälder Freilichtmuseums Vogtsbauernhof bei Gutach - der sich auf das landschaftstypische Kulturgut des Schwarzwaldhauses in seinen verschiedenen Spielarten ausgerichtet hat - darf sich jährlich auf rund mehr als 200.000 Besucher freuen. Am Bodensee ist die Insel Mainau jedes Jahr Ziel mehr als einer Millionen Besucher.

Der hohe Freizeitwert Südbadens hat allerdings auch seine Schattenseiten. Vom Tagesausflugsverkehr überschwemmt mit all seinen Folgen - insbesondere durch die Anreise mit dem Privatauto - werden heutzutage im Sommer das Bodenseegebiet, der Feldberg (1493m) und andere attraktive Ziele. Gute Autobahnverbindungen und der Ausbau der Bundesstraßen haben den Einzugsbereich für Tagesbesucher erheblich ausgedehnt. Dort leben, wo andere Urlaub machen, bedeutet heutzutage auch, dass immer mehr Menschen dauerhaft im deutschen Südwesten ihren Lebensmittelpunkt haben möchten. Landwirtschaftliche Flächen werden für Wohnraum erschlossen, das Gewerbe verlässt die klassischen Ortskerne und zieht auf die Grüne Wiese am Rande der Städte und Gemeinden. Mehr Menschen und zunehmender Pendlerverkehr erfordern neue Straßen und Infrastrukturprojekte. Daher ist es mittlerweile eine Herausforderung, wirtschaftliche, gesellschafts- und umweltpolitische Aspekte in einen Einklang zu bringen. Dazu gehört auch die Bewahrung von traditioneller Arbeits- und Erwerbskultur, Brauchtum, Identität und Alemannischer Sprache, die ja erst das Land so einzigartig machen.
Tourismus in Südbaden

Foto: Tourismus in Südbaden

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