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Alemannen im Schwarzwald

Ab 260 n. Chr. überwanden die Alemannen den Limes und fielen von Norden her in die Region rund um den Schwarzwald ein. Sie ließen sich dann im 4. Jahrhundert dauerhaft an den Rändern des Schwarzwalds nieder. Im Jahr 357 n. Chr. kam es bei Straßburg (lat. Argentoratum) zu einer großen Schlacht, bei dem die Römer ihren letzten großen Sieg verbuchen konnten. Im 5. Jahrhundert konnten die Römer die Grenzen entlang des Rheins und nördlich der Alpen nicht mehr verteidigen. Die Alemannen füllten dieses Machtvakuum aus und besiedelten nun auch das Elsass, die Schweiz, das westliche Bayern, den Bodenseeraum und Vorarlberg (Österreich). Im Jahr 496 schlug in der Schlacht von Zülpich der Frankenkönig Chlodwig (um 466-511) die Alemannen und verhinderte damit die Bildung eines selbstständigen "Alemannischen Reiches", ähnlich dem Frankenreich, au dem das heutige Frankreich entstanden ist. Ab 600 n. Chr. begann die Christianisierung im fränkischen Reich und damit auch bei den Alemannen rund um den Schwarzwald. Besonders irische Missionare spielen bei der Christianisierung der Alemannen eine bedeutende Rolle.

Um 640 n. Chr. gründete z.B. der irische Mönch Trudpert im Münstertal eine Einsiedelei, aus der sich nach seinem Tod um das Jahr 643 das Kloster St. Trudpert entwickelt. Es war das erste auf der rechten Seite des Rheins und eine Keimzelle für die spätere Besiedlung des Hochschwarzwaldes. Ein weitere Missionar war der heilige Fridolin, der den Grundstein für das Kloster Säckingen legte. Weitere Klöster wie in Schuttern, St. Blasien, Gengenbach, Hirsau und Ettenheimmünster folgten. Im Jahr 746 n. Chr. fand ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte der Alemannen statt. Im so genannten Blutgericht von Cannstatt (bei Stuttgart) zerschlug der fränkische Herrscher das alemannische Herzogtum, in dem er die politische Führungsschicht niedermetzelte. Die Alemannen waren nun fest in fränkischer Hand, eine eigene politische Selbstständigkeit des Stammesverband wurde dadurch unmöglich gemacht.

In einer Urkunde des Klosters St. Gallen wird erstmals 868 n. Chr. der Name Schwarzwald als "Saltus Svarzwald" genannt. Er bezeichnet den damals noch größtenteils unzugänglichen, überwiegend von Wald bedeckten Gebirgszug nördlich des Hochrheins bis zur Achse Pforzheim und Karlsruhe. Als Erbe aus der Zeit der Alemannen gilt bis heute unüberhörbar die alemannische Muttersprache der Menschen. Sie zeigt heute noch das ehemalige Gebiet der Alemannen an und verbindet die Menschen nördlich der Alpen bis zum Nordrand des Schwarzwaldgebirges miteinander. Darüber hinaus entwickelten die Alemannen ihren eigene Baustil, der sich bis heute noch im Fachwerkhäusern oder alten Bauernhöfen wiederfindet. Ein weiteres Überbleibsel ist die Struktur der Besiedlung im deutschen Südwesten. Die Alemannen lebten überwiegend in überschaubaren Sippen, weshalb es im deutschen Südwesten sehr viele kleine Dörfer, Weiler und Zinken gibt. Die ältesten Orte aus jener Zeit enden mit dem typischen "ingen", wie Gundelfingen oder Kenzingen. Darauf folgten die "heim"-Orte, die als fränkische Verwaltungssitze im Alemannenland gelten.

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